Algiers

Algiers

Vorletzten Sommer sprach ich mit dem ehemaligen Drummer von Bloc Party kurz über die in jenem Sommer gerade akute Wespenplage in Düsseldorf. Er war sehr freundlich zu einem Fanzine- oder Veranstalter-Typen gewesen, der ihn auf seine Ex-Band angesprochen hatte und nahm weiter wie ein normaler Gast sein Abendessen im Biergarten der Location ein. Dann spielten Algiers im kleinen Club und bei „The Underside of Power“ am Ende des Gigs habe ich dann zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder getanzt bei einem Konzert.

Vorher gab es oft ganz schön zähe Elemente, aber manchmal auch einfach feine Brocken Soul, so dass alles schon auf diese Klimax hinzudeuten schien. Immer noch habe ich kein Album der Band intensiv gehört, sondern hoffe weiter auf solche Hits zwischen Noise Rock und Motown. Dabei kann und soll die Band doch bitte wirklich einfach weiter machen, was sie will oder zu müssen meint. Ein bisschen sperrig sein, sich aber nicht zu sehr abnutzen lassen. Ihre Position halten, aber auch ausbauen. Da will man nicht drängeln vom gemütlichen Keyboard aus.

Das muss man auch nicht, denn erste Teaser ermöglichen bereits Ausblicke auf das kommende Album. Matador Records kümmert sich wieder, so um „Dispossession“, ein Stück das viele Stärken der Band zusammen fasst und mich persönlich daran erinnert, was man früher an Bands wie Living Colour und Fishbone hatte, bevor Black Music nur noch eine Sparte des Mainstream Pops wurde. Algiers spielen derweil anscheinend ihre Sonderstellung weiter unaufgeregt aus – und hoffentlich weiterhin Konzerte zu Freundschaftspreisen und nicht nur in Stadien.

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